Mit 250 eingeladenen Gästen feiert der Fußballverein Dudenhofen am Samstag (18.30 Uhr, Festhalle) sein 100-Jahr-Jubiläum. Es gibt Reden, Geschichtliches, auch etwas für Auge, Ohr und Magen.

Das, was 100 Jahre zuvor in einer Gastwirtschaft begann und 1946 nach einer kriegsbedingten, dreijährigen Unterbrechung seine Fortsetzung fand, hat sich zu einer allseits respektierten Gemeinschaft entwickelt, deren erste Mannschaft sich in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar beachtlich schlägt.

Roland Klaus, der den FVD seit 2005 als Vorsitzender führt, nennt folgende Zahlen: 700 Mitglieder, 450 Spieler in 27 Mannschaften, davon – und das erwähnen er und Geschäftsführerin Gertrud Krüger mit besonderem Stolz – 20 Jugend-Teams im JFV Ganerb 12. Der Rest verteilt sich auf drei Männer-, zwei Frauen und zwei Altherren-Mannschaften.

So oft es möglich ist in den Vereinsfarben gelb-schwarz, spielen sie auf dem Rasenplatz an der Iggelheimer Straße, lange auf dem Hartplatz am Wald und neuerdings auf Kunstrasen.

Aktivitätsstopp 1943Gegründet wurde der FVD 1920 in der Gastwirtschaft Zum Weinberg in der Gommersheimer Straße. „Der Verein kannte fußballerische Höhen und Tiefen“, heißt in seiner Chronik, „bis er 1943 sämtliche Aktivitäten einstellen musste. Die (damals) letzten Spiele wurden 1939 gegen Soldaten ausgetragen, die auf dem Übungsplatz im nahen Wald stationiert waren“.

Als die Alliierten den Sport in Deutschland wieder erlaubten, trafen sich 40 Fußballfreunde am 16. Februar 1946 im Ochsen, gründeten den Verein neu und wählten das Gasthaus Zum Waldhof der Familie Wingerter als Vereinslokal. Die Fußballer schlossen sich zunächst dem Turnverein Dudenhofen an. Die Fusion endete 1949. Längst gehören auch Tischtennis-Spieler zu den Fußballern. Immer wieder ziehen deren Damen in die Zweite Pfalzliga ein.

Erfolgstrainer SchultzDie Vorsitzenden des im eigenen Vereinshaus heimischen FV Dudenhofen seit seiner Gründung heißen August Horländer, Ernst Flörchinger, Willi Fink, Werner Holdermann, Hubert Trauth und, wie erwähnt, Roland Klaus.

Cheftrainer ist seit 18 Jahren und bis zum Sommer der ehemalige Spieler Christian Schultz. Dann folgt ihm sein Assistent Steffen Litzel nach. In Schultz’ Amtszeit fallen die größten sportlichen Erfolge wie zweimaliger Aufstieg in die Oberliga und zwei Finalteilnahmen im Verbandspokal, nicht zu vergessen das Halbfinale 2019 gegen Drittligist 1. FC Kaiserslautern vor über 6000 Zuschauern im Ludwigshafener Südwest-Stadion.

Das UnterhaltungsprogrammSeinen Ehrentag begeht der FVD mit Vertretern aus Fußball, Sport, befreundeten Vereinen und Kommunalpolitik. Hans-Dieter Drewitz, Präsident des Südwestdeutschen Fußballverbands, und früherer Vize des Deutschen Fußball-Bunds, sagte sein Kommen zu.

Zudem lud der FVD die drei noch lebenden Gründungsmitglieder von 1946 ein. Vorsitzender Klaus gibt Einblicke in die Historie. Dazwischen melden sich immer wieder Grußwortredner. Für Unterhaltung sorgen der Deutsch-Rock-Chor und die Dance Connection des FVD. Danach geht’s zum Essen.

Quelle: von Wolfgang Kauer

Ausgabe Die Rheinpfalz Speyerer Rundschau – Nr. 30
Datum Mittwoch, den 5. Februar 2020
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