Oberliga-Aufsteiger FV Dudenhofen spielt am Samstag (14.30 Uhr) bei Kellerkind FV Engers. Der Rücktritt der langjährigen Nummer eins im FVD-Tor, Marcel Johann, hat für Wirbel gesorgt. Dessen Nachfolger gibt sich derweil selbstbewusst.

Von Nico Henrich

Die Nachricht hatte für Aufsehen gesorgt. FV Dudenhofens langjährige Nummer eins Marcel Johann hatte vergangene Woche dem Verein seinen sofortigen Rücktritt aus persönlichen Gründen mitgeteilt. Spielleiter Florian Kober betonte danach erneut, wie bedauerlich es der Verein aufgenommen habe. Eine Personalie rückt dadurch umso mehr in den Vordergrund: Malcolm Little, zuvor eher der Ersatzmann Johanns, ist neuer Stammkeeper.

„Ich habe mir den Platz jetzt mehr als verdient“, äußert sich Little. Er habe lange zurückstecken müssen und versucht, das Beste aus der Situation zu machen, sagt er. „Der Druck ist jetzt ein anderer. Ich hatte vorher immer das Gefühl, auf dem heißen Stuhl zu sitzen und konnte nie befreit aufspielen“, erklärt der Schlussmann, der vor zweieinhalb Jahren als Stammtorwart vom SC Hauenstein gekommen war. Die Zusammenarbeit mit Marcel Johann bezeichnet Little als „kollegial“. Es ändere sich von nun an nicht viel, außer, dass Johann nicht mehr da sei: „Das hat natürlich einen großen Qualitätsverlust zur Folge“, erklärt er.

Nun hofft Little, gemeinsam mit seiner Mannschaft den Lauf bis zur Winterpause fortzusetzen und erklärt: „Ich denke, dass wir sehr eingespielt sind und deshalb viele Spiele über den Kampf gewinnen können.“ Zwei Siege in den verbleibenden Spielen bis zur Pause würde er als „perfekt“ einstufen und ist überzeugt: „An einem guten Tag können wir jeden Gegner schlagen. Wir laufen mit breiter Brust auf. Der bisherige Saisonverlauf gibt uns Selbstvertrauen.“

Gegner Engers steckt im Abstiegskampf, konnte aber zuletzt mit zwei Siegen in Folge überzeugen. Vergangene Saison schloss die Mannschaft von Trainer Sascha Watzlawik die Runde noch als Tabellen-Fünfter ab. Little erwartet ein „schweres Auswärtsspiel, da die Mannschaft individuell sehr gut besetzt ist“.

Seine persönlichen Stärken sieht der 24-Jährige in der schnellen und genauen Spieleröffnung sowie in der Raumverteidigung. „Dadurch, dass ich relativ schnell bin, kann ich viele Situationen vorher schon ablaufen“, sagt er. Ob er das auch kommende Spielzeit für den FVD tut, ist offen: „Ich denke, dass ich bald Gespräche mit Steffen Litzel habe, um mir anzuhören, was seine Pläne mit mir sind und wie die zweite Torwartposition besetzt wird.“

Mit einem Sieg in Engers würde die Elf von Coach Christian Schultz an Tabellenführer TSV Schott Mainz dranbleiben, der vier Punkte entfernt ist. Noch entscheidender: Nur noch sechs Punkte würden dann zum ersehnten 40-Punkte-Ziel der Dudenhofener fehlen.

Quelle

Ausgabe Die Rheinpfalz Speyerer Rundschau – Nr. 271
Datum Freitag, den 22. November 2019
Seite 19