Es ist angerichtet. Das Oberliga-Derby zwischen FV Dudenhofen und TuS Mechtersheim heute (19.30 Uhr) steht unter verschiedenen Vorzeichen. Der Aufsteiger und Gastgeber hält die besseren Karten, der Gast will aus der Abstiegszone.

Für FVD-Trainer Christian Schultz ist es das letzte Heimderby gegen Mechtersheim, er gibt sein Amt als Übungsleiter zum Saisonende ab. Er spricht als Höhepunkte die Aufeinandertreffen mit dem FC Speyer 09 in der Verbandsliga an, betont aber: „Dudenhofen gegen Mechtersheim ist dann doch nochmal emotionaler.“ Er hofft, dass dies auch die Menschen in der Umgebung so sehen. „Wenn es trocken bleibt, wären weniger als 1000 Zuschauer eine Enttäuschung“, erklärt Schultz und verweist darauf, dass es für die Region „das Spiel schlechthin“ sei.

Nicht allein der Derbycharakter mache das Duell zu einem besonderen. Auch die aktuelle Situation des Konkurrenten, so der FVD-Coach: „Wir können total befreit aufspielen und haben im Vergleich zu Mechtersheim nichts zu verlieren.“ Er erwartet von seiner Mannschaft vor allem eines: „Dass wir den TuS nicht unterschätzen. Das ist eine sehr gute Mannschaft, die vergangene Saison in dieser Besetzung in der Spitzengruppe der Oberliga unterwegs war.“

Kämpferisch und spielerisch solle seine Elf „mit breiter Brust auftreten“, erklärt Schultz. Dudenhofen hat allen Grund dazu: Seit über einem Monat hat die Truppe kein Oberliga-Spiel mehr verloren, steht 15 Punkte vor dem TuS. Die Favoritenrolle weist Schultz jedoch von sich und seiner Mannschaft: „Das dementiere ich ganz klar. Es gibt keinen Favoriten, die Tabelle interessiert nicht. Das ist ein 50:50-Spiel.“ Er erwartet die Gäste anders als bei der Niederlage gegen den FC Karbach, die er selbst unter die Lupe genommen hatte. Personell muss Dudenhofen auf Michael Bittner und Dominic Himmighöfer verzichten. Auch für Kevin Hoffmann kommt das Derby zu früh, informiert Schultz. „Ich hoffe auf ein faires Spiel und viele Zuschauer“, sagt er.

Ralf Schmitt, Trainer des TuS Mechtersheim, steht noch ein wenig unter der Wirkung der Niederlage im Nachholspiel gegen den FC Karbach am vergangenen Mittwoch. „Wir haben das Spiel nicht entschieden, als wir es konnten. Wir müssen das 2:0 machen“, stellt der TuS-Übungsleiter fest. Gemeinsam mit seinem Co-Trainer Marco Coppola hatte er den 6:0-Sieg Dudenhofens über Arminia Ludwigshafen unter die Lupe genommen. „Die Mannschaften kennen sich gut, da gibt es wenig neue Erkenntnisse“, sagte Schmitt noch am Montag.

Für den TuS-Trainer kommt es heute darauf an, dass seine Mannschaft „eine Reaktion auf das Karbach-Spiel zeigt“. Der Auftritt sei nicht so schlecht gewesen, allerdings habe sich seine Auswahl die eine oder andere Nachlässigkeit erlaubt, die am Ende auch die Punkte gekostet habe. „Es ist ein Derby. So eine Begegnung wird über den Einsatz und den Willen entschieden werden. Wer den Sieg am Montagabend mehr will, wird auch das Spiel gewinnen“, erklärt Schmitt.

Im Prinzip stehen ihm die gleichen Spieler wie am Mittwochabend zur Verfügung. Torjäger Eric Veth kam gegen Karbach für zehn Minuten zum Einsatz. Das Problem, keinen gelernten Stürmer zur Verfügung zu haben, begleitet Schmitt schon seit einigen Wochen. Es wird auch in Dudenhofen entscheidend sein, wie seine Elf in der Offensive auftritt.

Quelle: von Nico Henrich & Marek Schwöbel

Ausgabe Die Rheinpfalz Speyerer Rundschau – Nr. 255
Datum Montag, den 4. November 2019