Der FV Dudenhofen bezwingt Tabellenführer TSV Schott Mainz dank eines starken Heimauftritts. Paul Stock erzielt nach einer Stunde den Siegtreffer zum 1:0. Am Ende sind sich die Trainer bei der Spielbewertung einig. Der FV Dudenhofen ist weiter die Heimmannschaft der Stunde in der Oberliga. Auch Tabellenführer TSV Schott Mainz konnte am frühen Samstagabend die Heimstärke der personell stark geschwächten Schwarzgelben nicht brechen. Der FVD gewann hochverdient 1:0 (0:0) und lieferte dabei eine taktische, kämpferische und spielerische Meisterleistung ab.

Beide Trainer waren sich in ihrer Analyse nach Spielende einig: Der Sieg des FV Dudenhofen war hochverdient. „Ich habe auch kein Problem, das heute anzuerkennen. Ihr habt das toll gemacht,“ erwies sich Gästetrainer Sascha Meeth als fairer Verlierer. Von Anfang an hatten die Gäste aus der Landeshauptstadt mehr Ballbesitz. Sie ließen das Spielgerät in ihren eigenen Reihen zirkulieren und suchten die eine Lücke, den Dosenöffner für die Partie. Besonders über die linke Seite und den technisch beschlagenen Raphael Assibey-Mensah versuchte Schott sein Glück. Doch seine Vorstöße und auch die langen Bälle der Mainzer fanden allesamt spätestens in der Viererkette der Gastgeber um den überragenden Kevin Schall ihr Ende.

Der FVD verlegte sich seinerseits in den ersten 20 Minuten aufs schnelle Kontern. Das funktionierte zweimal gut, doch Julian Scharfenbergers Versuche landeten auf der Latte (14.) und rechts neben dem Tor (18.). Danach kamen die Gäste etwas besser ins Spiel. Erst verzog Leon Kern (24.), dann scheiterte Janek Ripplinger an FVD-Keeper Malcolm Little. Es sollte der letzte gefährliche Abschluss der Gäste in der Partie bleiben. Denn obwohl auch nach dem Seitenwechsel der Ball vornehmlich in den Reihen der Blauen zu finden war, erlaubte sich Dudenhofen in der Verteidigung keinen Fehler. Im Gegenteil: Nach einer geklärten Hereingabe Assibey-Mensahs sprintete Michael Bittner nach vorn und legte auf Paul Stock ab. Dudenhofens Stürmer lief seinen Gegenspielern davon, umkurvte Gästekeeper Hansen und schob zum goldenen Tor ein (59.).

Auch danach verzweifelten die Mainzer an kämpferisch überlegenen Hausherren, die eine noch ruhigere Schlussphase hätten erleben können, wenn Scharfenberger nach schönem Pass von Pascal Thiede getroffen hätte (73.). Doch auch so schien der Sieg nie in Gefahr, der Tabellenführer verzeichnete keinen gefährlichen Torschuss mehr.

„Ich bedanke mich bei den Jungs für dieses sensationelle Spiel“, sagte ein sichtlich stolzer FVD-Coach Christian Schultz. Und ergänzt: „Unserem Fitness-Coach Daniel Roller gebührt Respekt, wie frisch die Spieler waren. Wir müssen jetzt aber auf dem Boden bleiben.“

Quelle: von Timo Konrad

Ausgabe Die Rheinpfalz Speyerer Rundschau – Nr. 238
Datum Montag, den 14. Oktober 2019
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